Es waren einmal die kleinen Wäscheknöpfe an Omas Nachthemd, oder an der Bettwäsche. Bereits im 18. Jahrhundert wurden die auch als Posamenten bezeichneten Knöpfe in bunten Farben an die Festtagsgewänder und Trachten genäht. Viele Menschen kennen noch die in Handarbeit gefertigten Knöpfe. Oft wurden sie von Kinderhand gefertigt, damit konnten auch sie zum Lebensunterhalt der Familien beitragen. Somit spielten die Knöpfe insbesondere auch in meiner Heimat, dem Bayerischen Wald, nahe an der Grenze zu Böhmen, viele Jahre eine wichtige Rolle. Im Laufe der Zeit wurden sie durch maschinell hergestellte Kunststoffknöpfe ersetzt und gerieten fast in Vergessenheit.

Auf der Suche nach „dem Besonderen“ auf meinen selbst genähten Kleidungsstücken und Accessoires begegneten mir vor einigen Jahren zufällig Bilder von diesen wunderschönen und bunten Knöpfen, die sowohl filigran als auch edel wirken.  Ihre Geometrie, die einen an Mandalas erinnern, riss mich sofort in ihren Bann. Mit zwei Büchern und dem ersten Material ( Metallringe und bunte Garne) versuchte ich mich Abend für Abend an der Technik und den unterschiedlichen Designs. Jeder Knopf ist anders und somit einzigartig. Durch unterschiedliche Farbzusammenstellungen und Muster entstehen individuelle Schmuckstücke, die die unterschiedlichsten Verwendungen finden können. Auf Kissenhüllen, Kosmetik- und Handtaschen, Haarspangen,  Schals und Kleidungsstücken,… sogar der Adventskranz wird bei uns damit dekoriert.

Gerne würde ich dazu beitragen, dass diese alte Handwerkstechnik nicht in Vergessenheit gerät. In meinem Knopf-Workshop fertigen wir in gemütlicher Runde bei Tee und netten Gesprächen die ersten Sternknöpfe. Für all diejenigen, die wie ich nicht mehr damit aufhören können, kann erstes Material erworben werden.